Wer ist eigentlich Julia Seeliger ?

Als Julia auf dem letzten Parteitag der Grünen im Dezember 2006 in den Parteirat gewählt wurde, war sie für die Medien erst einmal eine Unbekannte. Leider haben die Medienberichte sie nur unvollständig bis bewußt verzerrt dargestellt, also erlaube ich mir sie in einigen Zeilen vorzustellen.

Julia war in der Grünen Jugend Schatzmeisterin, was kein sonderlich dankbarer Job ist, den beim Geld endet bekannt die Freundschaft und der Spaß. Da sie im Januar das Höchstalter der Grünen Jugend erreicht, trat sie beim letzten Grüne Jugend Bundeskongreß nicht mehr an und wurde am BuKo – Sonntag zusammen mit unseren langjährigen Sprecher Stephan Schilling und den pol. Geschäftsführer Malte Spitz aus dem Bundesvorstand verabschiedet.

Sie ist bissig, zickig aber eine verdammt ehrliche Haut. Sie ist definitv mutig, was sich auch bei ihrer Kanidatur für den Parteirat zeigte. Im Gegensatz zu dem was die BILD und andere andeuteten ist ihre WG (“Beziehungen mit mehr als einer Person sind wünschenswert” […] “wohnt selbst mir zwei Frauen und einem Mann zusammen, setzt sich auch für die Freigabe von berauschenden ‘Zauberpilzen’ ein”) kein Ort für Sexdrogenorgien. Da wohnen eigentlich nur einige nette Leute und ich – wenn ich in Berlin bin – penne gerne da ohne besondere Vorkommnisse bemerkt zu haben 🙂 Sie ist allerdings schon Hedonistin, was IMHO bei ihr beim Kochen beginnt und bis zum Durchfeiern bis morgens früh reicht.

Sie lebt ihre Politik, redet nicht nur über neue Medien sondern macht offene Poltik mit Blogs, kauft öko und nutzt natürlich Linux. Wenn sie ein Tier wäre, wäre sie eine Katze. Auch wenn sie selbst Katzen nicht mag (insbesondere wenn sie auf ihr und ihrem Laptop rumturnen), mag sie doch “das Konzept Katze”. Ich würde es klar von einem dooftreuen Hunden abgrenzen, als intelligent und kritisch beschreiben, aber auch wenn sie schnurrt, sollte man vorsichtig bleiben.

Gerade auf Parteitagen kommt Julias Charakter zur Geltung, ihre Reden sind immer hörenswert. Im Gegensatz zu so vielen PolitikerInnen liefert sie kein Phrasendreschen, sondern Inhalte und Aussagen.

Ferner forderte sie – in der ersten Rede auf dem Parteitag, der von Interesse war – – u.a. die “Freigabe von Rauschgift” wie die FAZ es umschrieb., was nicht ganz richtig ist.

… wird fortgesetzt und noch verbessert …