Pflanzenschutzmittelrückstände: Auf Sorte und Herkunft kommt es an

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Mitte Juni hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine Pressemitteilung zu den Daten der „Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2014“ veröffentlicht. Die Überschrift „Obst- und Gemüsekulturen unterschiedlich stark mit Pflanzenschutzmittelrückständen belastet“ fasst den ersten wichtigen Fakt zusammen:

Ob Lebensmittel mit Pflanzenschutzmittel belastet sind, hängt stark davon ab um welches Obst oder Gemüse es sich handelt

Die Quote der Grenzwertüberschreitungen schwankt zwischen 0% seit Jahren und über 10% bei exotischen Früchten wie Rambutan, Okra oder der Spitzenreiter mit 32% Pitahaya.

Das BVL nennt Spargel, Kopfkohl und Birnen als Beispiele, bei denen seit Jahren kaum oder gar keine Grenzwertüberschreitungen gefunden werden.

Anderseits sind Beerenobst, Paprika, Mangos, Tee und Grünkohl dauerhaft in der Liste der Kulturen mit den meisten Überschreitungen.

Im Jahr 2014 gab es folgenden Obst- und Gemüsesorten keine Nachweise von Rückständen:

  • Tomaten
  • Knoblauch
  • Birnen
  • Zucchini
  • Grüner Salat
  • Kraussalat
  • Gurken
  • Heidelbeeren
  • Spargel
  • Kopfkohl
  • Linsen (getrocknet)
  • Kurkuma

Zudem wurden bei der Analyse der Daten unterschieden woher die Produkte stammen und wie sie erzeugt wurden. Die Beanstandungsquoten unterscheiden auch hier enorm:

  • Deutsche Erzeugnisse: 1,9%
  • Andere EU-Mitgliedstaaten: 1,3%
  • Drittländer: 5,8%
  • Lebensmittel aus ökologischem Anbau: 1,6%
  • Konventionell angebaute Lebensmittel: 2,5%

Fazit: Lebensmittel aus der EU sind im Durchschnitt so sauber wie Biolebensmittel

Bio und aus der EU ist natürlich noch besser, das „Bio-Problemkind“ sind die Bananen.

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