Mein Technology Review: Bereich Medizin

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  • Bakteriophagen zum Gewebeaufbau – Viren, die das unterstützende Zellgewebe des Menschen nachahmen, könnten eines Tages zum Neuaufbau wichtiger Körpergewebearten dienen. Während andere künstliche Gewebematerialien im Labor synthetisiert und geformt werden müssen, hätten solche genetisch veränderten Krankheitserreger den Vorteil, dass sie sich selbst replizieren und sich somit auch im Alleingang zusammensetzen könnten. Vorläufige Untersuchungen der University of California, Berkeley, haben nun gezeigt, dass ein solches Gerüst aus einer Bakteriophagen-Virenart, die als ungefährlich gilt, das Wachstum von Nervenzellen tatsächlich unterstützt.
  • FORSCHUNG AKTUELL 05.02.2009: Chinesische Menschenklone – Klontechnik. – Wissenschaftler aus der Provinz Shandong in China haben nach eigenen Angaben fünf menschliche Embryonen geklont. Was sie genau damit vorhaben, ist noch nicht klar. Die meisten wissenschaftlichen Ziele können jedenfalls in naher Zukunft auch ohne Klone erreicht werden. Die Wissenschaftsjournalistin Grit Kienzlen bewertet die Meldung im Gespräch mit Marieke Degen.
  • Automatischer Sanitäter fürs Schlachtfeld; Von Jennifer Chu; Die ersten 30 Minuten nach einer Verletzung im Kampfeinsatz sind kritisch: Dann entscheidet sich, ob ein Soldat überlebt oder stirbt. Um einen Verwundeten zu versorgen, muss dieser allerdings zuerst entdeckt und dann nicht selten unter starkem Beschuss evakuiert werden. Das kann kostbare Minuten kosten und die Sanitäter selbst zu Zielscheiben machen.
  • „Wir müssen vom Begriff der Rasse wegkommen“; Von Emily Singer; Bidil, ein Herzmedikament, das 2005 von der US-Gesundheitsaufsicht zugelassen wurde, hatte sich zuvor in klinischen Studien als besonders wirkungsvoll bei afroamerikanischen Patienten erwiesen. Dem Hersteller brachte diese genaue Zielgruppenerfassung allerdings nicht nur Gutes ein: Seine Vermarktungsstrategie wurde in Amerika heiß diskutiert. Einige Beobachter lobten die Zulassung als Zeichen dafür, dass es nun möglich sei, auch bislang unterversorgten Bevölkerungsschichten im US-Gesundheitssystem besser zu helfen; Kritiker bezeichneten die Wahl der Hautfarbe als Erkennungsmerkmal für genetische Variationen, die bei der Reaktion des Körpers auf bestimmte Medikamente eine Rolle spielen, hingegen als völligen Fehlgriff.
  • FORSCHUNG AKTUELL 27.01.2009: Dank menschlicher Immunkomponenten könnten zukünftig Tierorgane Menschenleben retten; Medizin. – 12.000 Menschen warten in Deutschland auf ein lebensrettendes Ersatzorgan, doch die Zahl der Organspenden ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Ein Ausweg könnten Organe vom Tier sein. Auf dem Weg zu mehr Sicherheit dabei haben deutsche Forscher jetzt große Fortschritte erzielt.
  • Forscher schalten Fettzellen ab – Mäuse, die genetisch so verändert wurden, dass ihnen ein Enzym fehlt, das vor allem in Fettzellen steckt, können fast alles fressen, nehmen dabei aber kaum zu. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie von Robin Duncan, Postdoc-Fellow am Labor von Hei Sook Sul an der University of California in Berkeley. Die Forscherin fand heraus, dass die Blockade des Enzyms offenbar dazu führt, dass die Fettzellen kein Fett mehr speichern können, berichtet das Technologiemagazin Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

  • Gentherapie gegen AIDS
    – Sangamo Biosciences will AIDS-Patienten mittels Gentherapie zu einem dauerhaften Schutz gegen die tödliche Immunschwäche-Krankheit AIDS verhelfen. Gemeinsam mit Forschern der University of Pennsylvania startet das Biotechnologie-Unternehmen laut eigenen Angaben diese Woche eine erste klinische Studie bei Erkrankten, denen herkömmliche Medikamente nicht mehr helfen.
  • Künstlich eingeleitete Rückentwicklung – Stammzellen ohne Krebsgen gezüchtet; Normale Körperzellen können in Stammzellen verwandelt werden, aus denen sich dann jedes beliebige Körpergewebe züchten lässt. Die einfache und ethisch unbedenkliche Methode besitzt noch einen weiteren entscheidenden Vorteil.
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