Die Unabhängigen haben einmal mehr zugeschlagen

Bei meiner allmorgendlichen taz Lektüre ist mir jetzt schon zum zweiten Mal eine Anzeige der “Eine Aktion für ein lebenswertes Deutschland” aufgefallen. Spätestens nach meinen Erfahrungen mit der Initiative “Verantwortungsbewusster Umgang mit Alkohol” (siehe auch hier, der erwähnte Bericht der Süddeutschen Zeitung entstand aufgrund von meinen Recherchen) bin ich bei derartigen Anzeigen von scheinbar Unabhängigen sehr mißtrauisch. Ein kurzer Bild auf die Seite des V.i.S.d.P., der Werbeagentur Media Mirror mit ganzen 12 Mitarbeitern, bringt schnell die Motivation der Anzeigen zu tage: “Wir sind der Überzeugung, dass es nur mit einem Regierungswechsel wieder aufwärts gehen kann mit Deutschland. Weitere vier Jahre Rot-Grün wären Gift für die Deutsche Wirtschaft. Insbesondere für den Deutschen Mittelstand.” Aha und wer ist dann der Retter des Deutschen Mittelstandes ? Klar, die FDP – auch zu finden unter der Liste der Referenzenfirmen von Media Mirror – ein Schelm wer dabei … aber nein, da steht es ja: “Wir wollen uns mit dieser Kampagne von der allgemeinen Parteienwerbung abheben. Bei dieser Bundestagswahl werden weniger die Protagonisten entscheiden, sondern vielmehr die vorhandenen Probleme und die Parteienkonzepte, diese in den Griff zu bekommen. Also kein Personenwahlkampf wie noch 2002 (Schröder vs. Stoiber) sondern ein Problemwahlkampf” verkündet so Geschäftsführer Michael Schönbrodt in einer Pressemitteilung, in der die Kundschaft von Media Mirror als “überwiegend mittelständische Unternehmen” beschrieben wird – und natürlich die FDP …

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