Kein Täter werden

Nun fasst er einen Entschluss. Er ruft von einer Telefonzelle aus seine Krankenkasse an – aus Angst, durch seine Nummer erkannt zu werden. „Für jemanden wie Sie gibt es keine Hilfe“, wird ihm gesagt. Doch das stimmt nicht. Tobias wendet sich an das „Präventionsprojekt Dunkelfeld (kein-taeter-werden.de)“ der Berliner Charité-Klinik.taz

Wer wirklich Opfern helfen möchte, poste keine Folterung-von-Tätern-Bilder auf Facebook, sondern fordere Prävention wie das Projekt Dunkelfeld bundesweit und hilft mit dass Menschen wie Tobias von ihrer Krankenkasse oder ihrem Psychologen Hilfe statt der oben beschriebenen Antwort (oder schlimmeres) erhalten… Hier meine politischen Forderungen zum Thema.

Qualitätsjournalismus in der Süddeutschen zur Legalisierung von Marihuana und den möglichen Steuereinnahmen

Wau, der Süddeutsche Journalist Bastian Brinkmann betrieb für seinen Artikel „Legalisierung von Marihuana – Das Joint-Venture“ nicht nur Recherche, sondern kann sogar selbst rechnen – und das in Zeiten in denen andere große Zeitungen scheinbar nur noch Praktikanten und ehemalige BILD Schreiberlinge beschäftigen:
„Dabei könnte ein offizieller Cannabis-Verkauf bis zu 900 Millionen Euro pro Jahr an Verbrauchsteuern bringen, wie Berechnungen von sueddeutsche.de zeigen (die Daten finden Sie hier in einer Excel-Datei).“
Andererseits hätten sie die Zahlen auch einfach bekommen können: Finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen einer Cannabislegalisierung oder auch die Kosten des Drogenverbotes für Deutschland bzgl. allen Drogen errechnet über Zahlen des unten erwähnten Harvard-Professor Jeffry Miron.
Trotzdem Hut ab, soviel echter Journalismus wäre mir sogar was wert – nur finde ich den Flattr Button bei den Süddeutschen nicht…